Mehr Platz für weniger Tiere®

Gut genährt in die Winterruhe

Unsere Russischen Bären in «Action» zu erleben ist zurzeit eher wetterabhängig. Scheint die Herbstsonne schon am morgen, so sind sie am späten Vormittag gemächlich unterwegs. Herrscht hingegen gruusiges Wetter, so verschlafen sie den Grossteil des Tages vollständig. Denn wirklich hungrig sind sie nicht mehr. Geben wir ihnen köstlichen Lachs oder süsse Früchte – eine Saison-gemässe Herbstnahrung für Braunbären – so schnappen sie sich den einen oder anderen Leckerbissen, viel der Tagesration bleibt aber liegen.

Vor der Winterruhe müssen sich Braunbären eine ordentliche Fettschicht anfressen, denn sie verlieren während der Winterruhe ca. ein Drittel ihres Körpergewichts. Ihr Sättigungsgrad spielt dabei auch eine Rolle, wann sie sich in die Winterruhe begeben.

Im Gegensatz zu dem tiefen Winterschlaf kleinerer Säugetiere, wie z.B. Igel oder Murmeltier, verringert ein Bär Kreislauf, Atmung und Herzschlag nur so weit, dass er jederzeit seine Höhle verteidigen kann. Würde er seinen mehrere hundert Kilo schweren Körper wie die Murmeltiere auf drei Grad absenken, käme er ohne fremde Energie nie mehr «auf Touren».

Begeben sich die Bären in die Winterruhe, erobert das Berner Wolfsrudel den BärenWald. Werden in diesem Jahr die Jungen schneller begreifen, wie sie durch die Schleusse kommen?