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Diamant-Klapperschlange

Die Rote Diamant-Klapperschlange (Crotalus ruber) lebt in der Natur praktisch nur auf der Halbinsel Baja California in Mexico und wenigen vorgelagerten Inseln.
Im Gegensatz zu den grössten Klapperschlangenarten in Texas erreicht diese Art nicht 2 Meter Länge, sondern maximal 150 cm. Aber rasseln kann auch sie: Nach jeder Häutung bleiben die alten Schuppen der Schwanzspitze als Hornring am Ende des kurzen Schwanzes hängen.

Bei Erregung zittert die Schlange mit dem Schwanz - und produziert so mit ihrer Rassel das typische Geräusch, das sie vor allem als Warnung versteht.

Als Warnung primär vor der Wirkung ihres Giftes, das je nach Grösse der Art und der nachfolgenden Behandlung durchaus auch für Menschen tödlich enden kann, auch wenn das Gift dieser Art nicht als sehr giftig gilt.

Der Giftapparat der Klapperschlangen ist hoch entwickelt, d.h. das Gift fliesst aus Drüsen im Oberkiefer durch die hohlen Giftzähne, die vor dem Zubeissen ausgeklappt werden können.

Doch diese Gattung bietet mehr als Gift und Rasseln: Innerhalb der Familie der Vipern zählen die Klapperschlangen zur Unterfamilie der Grubenottern.
So benannt nach den paarigen Gruben zwischen Nase und Augen - einem hoch empfindlichen Wärmesensor, der es der Schlange erlaubt, Temperaturdifferenzen von wenigen Tausendstelgraden festzustellen und damit Beutetiere auch nachts zu verfolgen.

Die Diamant Klapperschlangen lebt von den kühleren Küstenregionen über die Berge, wo sie bis auf 1500 m angetroffen wird bis in die landeinwärts anschliessenden Wüsten und immergrünen Hartlaub-Macchien.

Sie ernähren sich von kleinen Nagetieren, Echsen, aber ebenso von anderen Schlangen. Männchen sind grösser als Weibchen. Die Paarungszeit ist der Frühling, ein Weibchen kann im Sommer bis 20 Junge gebären. Gebären heisst: Das Jungtier schlüpft im Mutterleib oder kurz danach aus seiner Eihülle, verlässt den mütterlichen Körper also voll ausgebildet. Man spricht von lebendgebärenden Arten ('vivipar‘, daher wohl auch der Familienname 'Viper‘). Dies im Gegensatz zu jenen Arten, bei denen das Weibchen seine Eier ablegt und deren Entwicklung der Natur überlässt.

Unsere Art ist in ihrem Verbreitungsgebiet nicht gefährdet, andere Klapperschlangen aber sehr wohl, und zwar nicht zuletzt, weil sie aufgrund ihrer potentiellen Gefährlichkeit aktiv verfolgt werden. Unfälle mit Klapperschlangen sind in den USA recht häufig, tödlich verlaufen aber die wenigsten.