Mehr Platz für weniger Tiere®

Die Aareufer-Anlage

Sie wurde nach dem Hochwasser der Aare von 1999 als Seitenarm des Flusses neu geschaffen.

Sie beherbergt die Europäischen Biber; der Seitenarm der Aare durchfliesst die Fischotter-Anlage und jene des Krauskopf-Pelikans.

Der Krauskopf-Pelikan

Krauskopf-Pelikane mit Jungtieren in der Aareuferanlage im Dählhölzli

Seit 1971 hält das Dählhölzli diesen grössten der Pelikane, und erst 2008 brüteten sie erstmals erfolgreich. Mag sein, dass die Gruppenzusammensetzung durch den Zukauf neuer Tiere günstig beeinflusst wurde.

Wahrscheinlicher ist, dass die 2005 installierte schwimmende Brutinsel den Tieren erstmals das Gefühl gab, unbehelligt durch Füchse, die leider auch in dieser Anlage ein- und ausgehen, Junge aufziehen zu können.

Der Fischotter

Fischotter

1989 wurden am Südufer des Neuenburgersees die letzten Spuren eines wild lebenden Fischotters gefunden. Auch in den umliegenden Ländern brachte die konsequente Verfolgung diesen Fisch-Liebhabers nahezu zum Verschwinden.

Nun erholen sich die Bestände in Osteuropa, aber auch in Frankreich langsam, so dass erwartet werden darf, dass einzelne Tiere in die Schweiz einwandern.

Es bleibt abzuwarten, ob unsere Gewässer ihnen ausreichend Nahrung werden bieten können.

Der Europäische Biber

Junger Biber im Dählhölzli

Die erstaunlichen Fähigkeiten des Bibers zum Fällen von Bäumen, zum Erstellen seines Baues und Anlegen von Dämmen basieren nicht auf einsichtigem Handeln, sondern sind ihm angeboren, so wie der Spinne das Konstruieren eines komplexen Radnetzes.

Ebenso angboren ist dem Biber offenbar eine grosse Flexibilität bei der Besiedlung neuer Lebensräume, die dazu geführt hat, dass diese Tierart in den vergangenen Jahrzehnten oft fast unbemerkt grosse Teile des Schweizer Mittellandes neu besiedelt hat.

Der Alpensteinbock

Steingeissen mit Jungtieren im Dählhölzli

Vor gut 100 Jahren, der Alpensteinbock war in den Schweizer Alpen seit Jahrzehnten ausgerottet, brachten angeheuerte 'Wilderer' mehrere Dutzend Jungtiere in die Schweiz, wo diese aufgezogen, weiter gezüchtet und schliesslich erfolgreich ausgewildert wurden.

Weil die Gründertiere in den Jagdrevieren des Königs Vittorio Emanuele II von Savoyen nicht ganz 'sauber' beschafft worden waren, schenkte die Schweiz dem südlichen Nachbarland 2006 - zum 100 jährigen Jubiläum der Wiederansiedlung in der Schweiz - eine vergleichbare Anzahl Schweizer Steinböcke zum Auswildern; mit dabei waren 4 Jungtiere aus dem Dählhölzli.

Das Wildschwein

Bache mit Frischlingen im Dählhölzli

Wer durch unsere Wälder streift, wird kaum ein Wildschwein antreffen - doch die Tiere sind da, und ihr Bestand wächst.

Erstaunlich ist dies nicht - unsere Maisäcker und viele andere landwirtschaftliche Kulturen sind für den Allesfresser eine willkommene Nahrungsgrundlage.

Was zum guten Teil für das Schwein angebaut ist, wird vom Schwein gerne angenommen. Bloss hätte vor Jahrzehnten niemand geglaubt, dass dies nicht nur dem Hausschwein dient, sondern ebenso dessen Stammform zu neuem Aufschwung verhilft.