STADT-TAUBEN

Zur Biologie der Stadt-Taube

 

Felsentaube im Tierpark
Felsentaube, Bild: RANDO

Herkunkft

 

Die Stadt-Taube stammt von der Felsentaube (Columba livia) ab. Die Felsentaube wurde vom Menschen eingefangen, zur Haustaube weitergezüchtet und als solche ausgewildert. Während die Felsentaube in abnehmenden Beständen vom Aussterben bedroht ist, wurde die Stadt-Taube vielerorts zum Problem.

 

Was der Felsentauben die Felsklippen des Mittelmeer-raumes waren, sind für die Stadt-Tauben die Gebäude der heutigen Städte auf der ganzen Welt. Hier finden sie alles was sie zum Leben brauchen: Nahrung und geschützte Nistgelegenheiten.

 

Ernährung

 

Das Nahrungsspekturm der Felsentaube reicht von Sämereien und Knospen über Beeren bis zu Insekten und Würmern und ist damit so breit, dass die Stadt-Tauben sehr flexibel mit dem Nahrungsangebot der Städte umgehen und sich problemlos von den menschlichen Abfällen bzw. vom oft angebotenen Futter ernähren können.

 

Fortpflanzung

 

Tauben sind im Alter von 6 Monaten fortpflanzungsfähig. Meist lebt ein Taubenpaar in lebenslanger Monogamie. Das Männchen lockt sein Weibchen zum Nistplatz auf Felsvorsprüngen, Felsspalten und Höhlen, (bzw. Simsen, Zwischenräume und Inneres von Gebäuden). Die Partner bauen das Nest gemeinsam. Ein Gelege besteht meist aus zwei Eiern, sie werden von beiden Patnern 18 Tage lang bebrütet. Nestlinge werden gehudert und von beiden Eltern gefüttert. Mit 25 Tagen verlassen sie ihr Nest, mit 30 Tagen sind die Jungen flugfähig und wenig später selbständig. Ein Paar kann pro Jahr mehrere Bruten aufziehen.

 

Lebenserwartung

 

Felsentauben leben 10 - 15 Jahre, Stadt-Tauben 2 - 3 Jahre.

 

Probleme mit Stadt-Tauben

 

Taubenkot an Gebäuden, Übertragung von gefährlichen Mikroorganismen (Pilze, Bakterien, Salmonellen) auch auf Menschen.

 

Eindämmung der Bestände von Stadt-Tauben

 

Die Massnahmen reichen von Fütterungsverboten, mechanischen Abwehrmitteln wie Netzen, Nadeln und Drähten als Lande-Hindernis, über das Abschiessen, Sterililsieren mittels Hormonen bis zur aktiven Bejagung durch Falkner.

 

 

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